Fall Sinitschenko in Sewastopol

Fallbeispiel

Im Mai 2023 führten Ermittlungsbeamte des Ermittlungsausschusses und des FSB in Feodossija eine Hausdurchsuchung in der Wohnung des Ehepaars Sintschenko durch, das seit 2020 überwacht wurde. Gegen Maxim Sintschenko wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Die Ermittlungsbehörde wertete das Lesen und Diskutieren biblischer Verse mit Freunden als Teilnahme an der Tätigkeit einer extremistischen Organisation. Zwei Tage nach der Hausdurchsuchung und Vernehmung wurde der Gläubige unter Hausarrest gestellt. Grundlage der Anklage waren Videoaufnahmen von vier Gottesdiensten der Zeugen Jehovas, die von geheimen FSB-Agenten gemacht wurden, sowie Aussagen eines anonymen Zeugen. Im Juni 2023 kam das Verfahren vor Gericht. Im April 2024 sprach das Gericht Sintschenko schuldig und verurteilte ihn zu 2 Jahren Zwangsarbeit. Maxim wurde im Juni 2026 aus dem Strafzentrum entlassen.

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