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Juristische Siege

Das Berufungsgericht von Chanty-Mansijsk stellt die unrechtmäßige Einweisung eines Gläubigen in eine psychiatrische Klinik fest

Autonomes Gebiet der Chanty-Mansen

Am 5. März 2020 hob das Gericht des Autonomen Kreises Chanty-Mansijsk – Jugra die Entscheidung der Richterin des Stadtgerichts Surgut, Tatjana Sljusarewa, auf, Timofej Schukow zu einer 30-tägigen psychiatrischen Untersuchung nach Jekaterinburg zu schicken. Die Inhaftierung und der Krankenhausaufenthalt des Gläubigen waren illegal.

Am 16. Januar 2020 ordnete das Stadtgericht Surgut eine stationäre forensisch-psychiatrische Untersuchung von Timofej Schukow an. Gegen diese Entscheidung legte der Gläubige Berufung ein.

Am 5. Februar 2020 wurde Timofej Schukow jedoch in Chanty-Mansijsk entführt und in eine unbekannte Richtung verschleppt. Später wurde bekannt, dass er in das Psychiatrische Krankenhaus Swerdlowsk in Jekaterinburg gebracht wurde.

Am 19. Februar 2020, nach Abschluss der Untersuchung, verließ Timofej Schukow das Krankenhaus. Ob der Gläubige eine Entschädigung für das illegale Vorgehen der Sicherheitskräfte verlangen wird, ist noch nicht bekannt.

Fall Loginow und andere in Surgut

Fallbeispiel
Im Februar 2019 leitete die Ermittlungsbehörde der Russischen Föderation ein Strafverfahren gegen 18 Männer und 1 Frau aus Surgut ein (darunter befand sich eine Person, die irrtümlich für einen Zeugen Jehovas gehalten wurde). In ihren Wohnungen fanden Hausdurchsuchungen statt. Während der Vernehmungen wurden 7 Gläubige Opfer von Gewalt. Artur Sewerintschnik kam für 29 Tage ins Untersuchungsgefängnis, Jewgeni Fedin und Sergei Loginow für 56 Tage. Timofei Schukow wurde rechtswidrig für 14 Tage in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Wegen der Misshandlungen wandten sich die Gläubigen mit Beschwerden an die Ermittlungsbehörde, den EGMR und den Menschenrechtsbeauftragten; zudem fand eine Pressekonferenz mit Menschenrechtsaktivisten statt. Dennoch wurde keiner der Ermittlungsbeamten zur Verantwortung gezogen. Im Oktober 2021 gingen die Unterlagen des Verfahrens, das 2020 separat abgetrennt worden war, ans Gericht. Zwei Jahre später verurteilte das Gericht alle Gläubigen zu Bewährungsstrafen zwischen 4 und 7 Jahren. Im Februar 2025 bestätigte das Berufungsgericht das Urteil. Wenige Monate später erfuhr Igor Petrow, dass ihm die russische Staatsbürgerschaft aberkannt worden war. Er focht dies an, und im Juni 2026 stellte das Gericht des Autonomen Kreises Chanty-Mansi seine Rechte wieder her.
Chronologie

Angeklagte in dem Fall

Zusammenfassung des Falles

Region:
Autonomes Gebiet der Chanty-Mansen
Siedlung:
Surgut
Woran besteht der Verdacht?:
„Er hielt Ansprachen, beteiligte sich am Predigtdienst mit den örtlichen Zeugen Jehovas, führte Zusammenkünfte mit ‚Pionieren‘, ‚Ältesten‘ und ‚Diensthelfern‘ durch, unter anderem zum Zweck der Organisation der Tätigkeit der ‚Ältesten‘ in der ‚Versammlung‘ ‚Wslowaja‘.“
Aktenzeichen des Strafverfahrens:
42002007709000023
Eingeleitet:
11. Februar 2019
Aktueller Stand des Verfahrens:
Das Urteil ist rechtskräftig geworden
Untersuchend:
Ermittlungsabteilung für die Stadt Surgut der Ermittlungsbehörde des Ermittlungsausschusses der Russischen Föderation für den Autonomen Kreis der Chanten und Mansen
Artikel des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation:
282.2 (1), 282.3 (1), 282.2 (2)
Aktenzeichen des Gerichts:
1-27/2023 (1-130/2022; 1-1348/2021)
Gericht:
Surgut City Court
Richter:
Dmitriy Lyupin
Fallbeispiel
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