Maßnahmen von Strafverfolgungsbeamten

Neue Durchsuchungen und Festnahmen in Chakassien. Drei Personen in Untersuchungshaft.

Chakassien

Am 26. Januar 2026 wurden die Wohnungen von Gläubigen in dem Dorf Maina durchsucht. Vor weniger als sechs Monaten hatten dort bereits Razzien und Festnahmen stattgefunden.

FSB-Beamte kamen zum Arbeitsplatz eines 40-jährigen Einwohner am Ende seiner Nachtschicht. Er wurde nach Hause gebracht, wo eine Hausdurchsuchung durchgeführt wurde. Der Gläubige fühlte sich unwohl, und ein Krankenwagen musste gerufen werden. Die FSB-Beamten benahmen sich unfreundlich. Sie legten keine Kopien der Dokumente vor.

Ein weiterer Gläubiger, ein 47-jähriger Mann, verließ früh am Morgen das Haus, um seine Schwiegermutter ins Krankenhaus zu bringen. Auf dem Weg zur Garage wurde er festgenommen, nach Hause gebracht und seine Wohnung durchsucht. Sein Handy wurde beschlagnahmt.

FSB-Beamte kamen zu einem dritten Gläubigen, einem 53-jährigen Einwohner, während er und seine Familie die Beerdigung seines plötzlich verstorbenen Schwiegersohns organisierten. In grober Weise forderten die Sicherheitskräfte, dass die Telefone entsperrt werden.

Alle drei Männer wurden später zur Vernehmung und dann in die temporäre Haftanstalt von Abakan gebracht. Am 27. Januar ordnete das Gericht Untersuchungshaft als vorbeugende Maßnahme an.

Insgesamt wurden bereits 15 Zeugen Jehovas in Chakassien strafrechtlich verfolgt. Eine von ihnen, Irina Sidorova, starb während der Strafverfolgung, bevor sie ihren guten Ruf wiederherstellen konnte. Ein weiterer Gläubiger, Roman Baranovskiy, verbüßt eine sechsjährige Haftstrafe in einer Haftanstalt.

Fall Bagin und andere in Majna

Fallbeispiel
Bei etwa 25 Familien der Zeugen Jehovas in mehreren Ortschaften Chakassiens fanden im September 2025 Hausdurchsuchungen und Wohnungsinspektionen statt. Gegen Viktor Timoschtschenko, Alexander Gorew und Jewgeni Bagin wurde ein Strafverfahren wegen Extremismus eingeleitet. Die Männer wurden zur Vernehmung in den Ermittlungsausschuss in Abakan gebracht, dort festgenommen und später ins Untersuchungsgefängnis überführt. Nach dreieinhalb Monaten kamen die Gläubigen unter Hausarrest. Nach weiteren Hausdurchsuchungen und Festnahmen im Januar 2026 wurden drei weitere Männer ins Untersuchungsgefängnis gebracht: Oleg Schukow, Wjatscheslaw Scharow und Alexei Gorochow. Nach fast fünf Monaten wurden auch sie unter Hausarrest gestellt. Im Juli 2026 ersetzte das Gericht bei allen sechs den Hausarrest durch Haftverschonung unter Auflagen.
Chronologie

Angeklagte in dem Fall

Zusammenfassung des Falles

Region:
Chakassien
Siedlung:
Maina
Aktenzeichen des Strafverfahrens:
12502950010000026
Eingeleitet:
23. September 2025
Aktueller Stand des Verfahrens:
Anklageschrift wird von der Staatsanwaltschaft geprüft
Untersuchend:
Hauptdirektion der Ermittlungsbehörde der Russischen Föderation für die Region Krasnojarsk und die Republik Chakassien
Artikel des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation:
282.2 (1)
Fallbeispiel
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