Biographie
Aleksandr Gaitur ist ein Zeuge Jehovas in dritter Generation. Er wurde in Sibirien geboren und wuchs dort auf, wo seine Eltern 1949 zusammen mit ihren Familien aus der Moldauischen SSR verbannt wurden, weil sie Zeugen Jehovas waren. 1989 wurde die Familie Gaitur rehabilitiert und erhielt den Status eines Opfers politischer Repression. Doch 34 Jahre später sah sich Aleksandr wegen seines Glaubens strafrechtlich verfolgt worden. Einige Zeit später wurde der Gläubige schwer krank. Er wurde mit multiplem Myelom diagnostiziert und als behindert eingestuft.
Er wurde 1962 im Dorf Voroshilovo (Region Kurgan) geboren. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Familie bereits einen Sohn und eine Tochter. Später hatte Aleksandr einen weiteren Bruder und eine weitere Schwester.
Als Kind mochte der Junge Sport und Angeln. 1969 durfte die Familie nach Moldawien zurückkehren. Dort schloss Aleksandr eine Bauschule mit einem Abschluss in Tischlerei ab. Gleichzeitig studierte er an der Fußballschule in Kishinev und spielte einige Zeit in der Jugendnationalmannschaft der MSSR. Er spielte außerdem für Bezirksmannschaften in Hockey, Basketball und Volleyball.
Aleksandr arbeitet sein ganzes Leben lang als Bauunternehmer. Anfang der 1980er Jahre zog er zur Arbeit nach Kurgan und ließ sich später im Dorf Nowobjozowo im Bezirk Petukhov nieder. 1989 lernte Aleksandr seine zukünftige Frau Svetlana kennen, und 1992 heirateten sie. Im folgenden Jahr schlugen sie den christlichen Weg ein. "Ich habe mich immer als einen der Zeugen Homos betrachtet", erinnert sich Aleksandr. "Ich fühlte mich durch das Beispiel meiner Eltern von der Wahrheit angezogen: Gott zu dienen war das Hauptziel ihres Lebens, und sie versuchten, uns, Kindern, Liebe zu Gott und zu den Nächsten zu vermitteln. Ich war auch immer erstaunt über die Genauigkeit der Erfüllung biblischer Prophezeiungen."
Das Paar zog drei Kinder groß und hat bereits drei Enkelkinder. In letzter Zeit interessiert Aleksandr das Angeln und die Imkerei. Svetlana ist Hausfrau, sie gärtnert gerne und betreibt einen Bauernhof, auf dem Hühner und eine Ziege leben.
Die strafrechtliche Verfolgung von Aleksandr hatte negative Auswirkungen auf das Leben seiner Familie. "Ich begann, Probleme mit meiner Arbeit zu bekommen, mehrere Kunden lehnten meine Dienste ab", sagte der Gläubige. Die Durchsuchung und das Verhör waren für seine Frau und seine 86-jährige Mutter belastend. Was mit Aleksandr geschah, erinnerte sie an die Schwere der Unterdrückung, die sie selbst vor vielen Jahren ertragen musste. Sie fragt sich: "Warum müssen meine Kinder und Enkelkinder nach der Rehabilitation unserer Familie wieder verfolgt werden?"
Zahlreiche Verwandte von Aleksandr und Svetlana sorgen sich um sie und halten das Strafverfahren gegen den Gläubigen für unfair.
