Biographie
Maxim wurde 1979 in der Stadt Sergatsch in der Region Nischni Nowgorod geboren. Er ist das einzige Kind seiner Familie. Sein Vater, ein Kandidat für den Titel Meister des Sports im Freistilringen, leitete eine Sambo-Gruppe und arbeitete als Ingenieur für Forstschutz und -sicherheit. Seine Mutter war als Schlosserin-Montiererin im elektromechanischen Werk Sergatsch tätig und arbeitete später einige Jahre als Stationshilfsschwester in der örtlichen Poliklinik. Die Eltern sind inzwischen im Ruhestand.
Maxim wuchs in einer liebevollen Umgebung auf: Die gastfreundlichen und großzügigen Eltern luden oft Freunde zu Gesprächen ein. Ihm wurden von klein auf gute Eigenschaften vermittelt – Anständigkeit, Ehrlichkeit, Respekt vor Älteren sowie Liebe zur Natur und allen Lebewesen. Die Familie verbrachte viel Zeit in der Natur: Sie gingen in den Wald, angeln und manchmal auch zum Übernachten. Das beeinflusste Maxims Berufswahl.
Maxim schloss die Staatliche Landwirtschaftsakademie Wjatka ab. Später arbeitete er als Verkäufer-Berater in einer Zoohandlung und unterrichtete vor seiner Verhaftung Biologie und Chemie an einer Schule. Er engagierte sich sehr in seiner Arbeit mit den Kindern, und die Schüler waren ihm dankbar – sie unterschrieben Grußkarten und schenkten ihm selbstgebastelte Geschenke. In seiner Freizeit widmete Maxim sich der Musik: Er spielte Balalaika und Gitarre, suchte Melodien und improvisierte. Als Jugendlicher absolvierte er eine musikalische Ausbildung am Bajan.
Maxims Liebe zu Gott wurde von seiner Großmutter gefördert. Er sagte: „Die Liebe zur Natur, die ich von klein auf gelernt habe, hat mir geholfen, Gott näher zu kommen.“ Später stellte sich ihm die Frage, warum Menschen leiden. Die biblische Antwort hörte er von einem Mitschüler. Im Jahr 2001 wurde Maxim Zeuge Jehovas.
Seine künftige Ehefrau Schanna lernte Maxim bei Freunden kennen. Schanna ist Krankenschwester. Gemeinsame Lebensauffassungen verbanden sie. 2008 heirateten sie. Das Paar verbringt gern Zeit zusammen: Sie fahren in die Natur, treffen Freunde, besuchen die Eltern und verbringen ruhige Abende zu Hause mit Lesen und Zeichnen.
Eine Hausdurchsuchung im März 2026 unterbrach das gewohnte Familienleben der Kalinins. Maxim wurde ins Untersuchungsgefängnis gebracht, und seine Frau musste allein für die älteren Eltern sorgen. Schanna berichtete: „Es ist sehr schwer, dass man von dem wichtigsten Menschen getrennt wurde und nun keine Gelegenheit hat, ihm wie gewohnt abends eine gute Nacht zu wünschen und morgens einen guten Tag.“ Sie ergänzte: „Jeden Tag mache ich mir Sorgen darüber, wie es ihm dort geht.“
Maxims Eltern teilen zwar nicht seine religiösen Überzeugungen, zeigen aber Unverständnis für die Strafverfolgung. In dieser schwierigen Zeit war die Unterstützung durch Freunde für die Familie sehr wichtig.
