Name: Kutin Aleksandr Georgiyevich
Geburtsdatum: 23. Juli 1982
Aktuelle Verfahrensstellung: Verbüßte Hauptstrafe
Artikel des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation: 282.2 (1)
verbrachte in Haft: 1 Tag in der vorläufigen Haftanstalt, 155 Tage im Untersuchungsgefängnis, 88 Tage unter Hausarrest, 745 Tage im Straflager
Derzeitige Einschränkungen: Einschränkung der Freiheit
Gerichtsurteil: 3 Jahre Freiheitsstrafe mit Verbüßung im Straflager, ein 4-jähriges Verbot, eine Tätigkeit auszuüben, die mit der Leitung oder Teilnahme an einer religiösen Organisation verbunden ist, sowie 1 Jahr Freiheitseinschränkung
Entlassen: 16. Oktober 2026

Biografie

Alexander Kutin, Gas- und Elektroschweißer höchster Qualifikation aus Ischewsk, leistet seit vielen Jahren einen Beitrag für die Gesellschaft. Während der Corona-Pandemie war er für die Montage und Wartung von Sauerstoffsystemen in Krankenhäusern der Udmurtischen Republik zuständig, nun wird er wegen seines Glaubens an Gott strafrechtlich verfolgt. Nach der Hausdurchsuchung in seinem Haus verbrachte der Gläubige 2 Wochen im Untersuchungsgefängnis und wurde anschließend wieder freigelassen.

Alexander wurde im Juli 1982 in Ischewsk geboren. Er hat eine ältere Schwester. Seine Mutter arbeitete als Erzieherin im Kindergarten und ist inzwischen im Ruhestand. Im Jahr 2017 wurde sie Witwe.

In seiner Kindheit fuhr Alexander gern Ski, las Science-Fiction, besuchte einen Fotokurs und spielte Dame. Er war ein guter Schüler und wurde dafür mehrfach von Lehrern gelobt.

Im Jahr 2000 nahm Alexander ein Studium am Maschinenbaugymnasium Nr. 8 in Ischewsk auf, wo er eine Ausbildung als Elektro-Gas-Schweißer machte; zwei Jahre später erhielt er das Diplom als Schweißer. In den Jahren 2017 und 2020 absolvierte er Fortbildungen zum Thema „Ausbildung und Zertifizierung von Personal zur Betreuung von Druckbehältern“. Zuletzt arbeitete er als Gas- und Elektroschweißer der Stufe 6.

Alexanders Mutter war die erste, die die Bibel kennenlernte; sie bemühte sich, ihrem Sohn hohe moralische Werte zu vermitteln. Besonders beeindruckten den jungen Mann Bibelverse über die schöne Zukunft, die den Menschen bevorsteht. Nachdem er ein Buch über Jesus gelesen und sich von dessen Lebensbeispiel inspirieren ließ, entschied sich Alexander 2002, einen christlichen Lebensweg einzuschlagen.

Im Jahr 2018 lernte Alexander Guzel kennen, mit der er ein Jahr später eine Familie gründete. Auch sie schätzt die Bibel sehr und liebt Gott. Guzel entwirft, konstruiert und näht Kleidung, zudem hat sie einen Kurs als Friseurin abgeschlossen. Alexander geht gerne angeln und räuchert seinen Fang selbst. Das Ehepaar unternimmt gerne gemeinsam Spaziergänge, verbringt Zeit in der Natur, bastelt und richtet gemeinsam das Haus ein, das Alexander zusammen mit seinem Vater gebaut hat.

Alexanders Festnahme kam für viele völlig überraschend. Die Angehörigen, besonders seine Ehefrau, machen sich große Sorgen. Die Mutter erlitt kurz vor diesen Ereignissen einen Schlaganfall, deshalb fällt es ihr besonders schwer, die ungerechte Strafverfolgung ihres Sohnes zu ertragen. Guzel muss sich nun an die neue Situation anpassen, da Alexander der einzige Ernährer der Familie war. Freunde, Nachbarn und Kollegen sind über die Festnahme schockiert, denn am Arbeitsplatz ist er als guter und anständiger Mensch bekannt.

Überblick

Im Frühjahr 2021 wurde gegen drei Gläubige aus Ischewsk ein Strafverfahren wegen Organisation der Aktivitäten einer extremistischen Organisation eingeleitet. Am nächsten Tag führten Mitarbeiter des FSB und der Ermittlungsbehörde in der Stadt umfangreiche Hausdurchsuchungen durch und vernahmen 14 Personen. Maxim Derendjajew und Alexander Kutin wurden festgenommen und ins Untersuchungsgefängnis gebracht, gegen Sergei Aschichmin wurde ein Verbot bestimmter Handlungen verhängt. Später wurde die vorbeugende Maßnahme für Kutin und Derendjajew abgemildert. Im Februar 2022 kam das Verfahren gegen die drei Männer vor Gericht. Die Anklage beruhte unter anderem auf Aussagen von geheimen Zeugen. Im Mai 2024 verurteilte das Gericht jeden der Gläubigen zu 3 Jahren Straflager. Das Berufungsgericht bestätigte die Strafe. Im September und Oktober 2026 wurden Maxim Derendjajew und Alexander Kutin freigelassen.
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