NAME: Tkachenko Alina Nikolayevna
Geburtsdatum: 13. September 1972
Artikel des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation: 282.2 (2)

Biographie

Alina Tkatschenko war eine von sechs Frauen, die im Frühjahr 2023 in Wladiwostok wegen ihres Glaubens angeklagt wurden. Ihr Haus wurde durchsucht und ein Strafverfahren gegen sie eingeleitet.

Alina wurde im September 1972 geboren. Sie wuchs als sehr aktives Kind auf – sie beschäftigte sich mit Fechten, Sambo und Tanzen. Nach der Schule erlernte sie mehrere Berufe – Köchin, Verkaufsleiterin und Expertin für Lebensmittel. Eine Zeit lang arbeitete sie in ihrem Beruf und begann dann, Reinigungsdienste anzubieten.

Alina hat einen erwachsenen Sohn, auf den sie angewiesen ist. Er übernahm ihre Liebe zu einem aktiven Lebensstil – sie reisen zusammen und wandern gerne. Außerdem spielt er Gitarre und Klavier. Alinas Mutter ist bereits im Ruhestand, sie teilt die Werte ihrer Tochter.

Im Jahr 2007 beschloss Alina, eine Zeugin Jehovas zu werden, nachdem sie Antworten auf ihre Fragen aus der Bibel erhalten hatte und erfuhr, dass sich die Prophezeiungen in diesem Buch heute erfüllen.

Alina macht sich wegen der Strafverfolgung Sorgen um ihre Gesundheit. Sie hat einen ihrer drei Jobs verloren. Alinas Angehörige sind besorgt und verstehen nicht, warum das passiert.

Fallbeispiel

Nach den Hausdurchsuchungen und Festnahmen in Wladiwostok im März 2023 wurde Jegor Pogrebnjak unter Hausarrest gestellt, Jurij Bytsche und Sergej Nowossjolow kamen ins Untersuchungsgefängnis. Wenig später wurden auch Tatjana Kasakowa, Marina Roslowa, Anastassija Dyldina, Jelena Romanowa, Tatjana Maz (das Verfahren wurde abgetrennt) und Alina Tkatschenko (das Verfahren eingestellt) zu Beschuldigten in dem Strafverfahren wegen Extremismus erhoben. Im Dezember fanden erneut Hausdurchsuchungen statt, nach denen Kirill Tschekolaew festgenommen wurde. Er verbrachte etwa 5 Monate im Untersuchungsgefängnis, Nowossjolow und Bytsche fast ein Jahr. Alle drei wurden unter Einschränkung bestimmter Handlungen freigelassen. Im April 2025 wurde Anklage gegen Anatoli Baranow und Kirill Krymski erhoben. Ihnen sowie Dyldina und Pogrebnjak wurde zusätzlich die Finanzierung extremistischer Aktivitäten zur Last gelegt. Im Juni kam das Verfahren vor Gericht.
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