Biographie
Witali Uschakow wuchs ohne Vater auf. Der Glaube an Jehova Gott half ihm, diese Leere im Leben auszufüllen. Doch 2022 wurde er wegen seines Herzensanliegens strafrechtlich verfolgt. Zwei Jahre später wurde auch seine Frau Irina der Extremismusvorwürfe beschuldigt.
Witali wurde im Juli 1980 im Aul Chatukai (Adygeja) geboren. Er hat einen Bruder und eine Schwester. Als Kind begeisterte sich Witali für das Akkordeonspiel.
Der fleißige junge Mann begann direkt nach dem Schulabschluss zu arbeiten – zunächst im Innenausbau und bei Dacharbeiten, später reparierte er Autos.
Als Erste in der Familie begann Witalis Mutter, die Bibel zu erforschen. Ihrem Sohn gefiel das biblische Versprechen, dass die Menschen in Zukunft glücklich leben werden.
Witali, der inzwischen Zeuge Jehovas war, setzte sich für eine friedliche christliche Haltung und eine Waffenverweigerung ein. Da es damals noch kein Gesetz für den alternativen Zivildienst gab, drohte ihm eine Strafverfolgung. Schließlich wurde er aus gesundheitlichen Gründen vom Wehrdienst befreit.
2006 heiratete Witali Irina, die ihren Sohn allein großgezogen hatte. Ein Jahr später wurde ihnen ein weiterer Sohn geboren. Irina interessiert sich für die Konditorei und Gartenarbeit, ihr jüngster Sohn spielt Gitarre.
Die Strafverfolgung von Witali stellt eine Gefahr für Irinas angeschlagene Gesundheit dar: sie steht im Krebszentrum unter ärztlicher Beobachtung. Trotz der schwierigen Umstände bewahrt sie eine positive Einstellung und fühlt sich wohl. Familie und Freunde unterstützen die Uschakows in jeder Hinsicht. Sie können nicht nachvollziehen, warum Witali verfolgt wird.
